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FU16E: Überraschungssieg gegen Zug (29:28)

Maag Stefan 14.11.2016

Ein überraschender und letztlich auch ein glücklicher Sieg. Aber die HSG Wasserschloss beweist ein weiteres Mal dass sie endgültig in der Elite-Liga angekommen ist.

An einem guten Tag kann sie nun fast allen Teams gefährlich werden, aber demütig muss man auch festhalten dass man an schlechten Tagen immer noch auch sehr hohe Niederlagen kassiert

Das Spiel gegen den Tabellenzweiten LK Zug begann eigentlich wie man es vielleicht erwarten konnte. Der Favorit Zug zog schon nach knapp 10 Minuten mit 7:2 davon. Die Spielerinnen der HSG Wasserschloss blieben immer wieder in der offensiven 3:3 Deckung der Innerschweizerinnen hängen und in der Verteidigung wurden sie zu häufig überrannt. Eine unorthodoxe Umstellung im Angriff und gewisse Feinkorrekturen in der Abwehr verbesserten das Spiel der Gastgeberinnen schlagartig. Man holte Tor um Tor auf. Im Angriff wurden sehr wenige technische Fehler gemacht. Der Zug aufs Tor stimmte und kaum ein Angriff blieb ohne Torerfolg.

Zur Pause stand es nur noch 15:14 für Zug.

Nun griff sogar der Wettergott zugunsten der HSG Wasserschloss ein. Wurde die Torfrau des LK Zugs in der 1. Halbzeit noch von der Sonne geblendet, da in der Büel-Halle die Storen das Aussenlicht nicht vollständig abdecken, schob sich in der Pause eine Wolke vor die Sonne und das Heimteam hatte optimale Sichtbedingungen. Bis zur 40. Minute und dem 20:20 blieb das Spiel sehr ausgeglichen. Nun folgte eine kurze Schwächephase der HSG. Zug zog auf 26:21 davon. Die Gestik einiger Spielerinnen verriet nun eine gewisse Verzweiflung. Auch der Coach muss zugestehen dass er das Time Out nahm um schlimmeres zu verhindern und in diesem Moment nicht an einen möglichen Sieg dachte. Die bisher sehr gute Leistung sollte einfach nicht in den letzten Minuten noch durch ein komplettes Einbrechen getrübt werden. Nur mit dem letzten Satz wies der Coach darauf hin das man in diesem Spiel schon einmal einen 5 Tore Rückstand aufgeholt hatte. Die Spielerinnen leisteten nun mehr als von ihnen erwartet wurde. Da Zug nun eine schwächere Phase hatte, holte man Tor für Tor auf. Die HSG'lerinnen spielten wieder sehr fokussiert. Es entwickelte sich ein immer dramatischeres werdendes Spiel. Nicht mal 2 Minuten vor Spielschluss glich man zum 28:28 aus. Liv Rusert bekam beim darauffolgenden Angriff des LKZ eine (unberechtigte) 2 Minuten Strafe. Nun musste man die restliche Zeit mit einer Spielerin weniger bestreiten. Während dem nun folgenden Timeout von Zug, beschränkte sich die HSG vor allem darauf zu besprechen wie man diesen Punkt in der Heimhalle behalten kann.

Nachdem die Verteidigung inklusive Torhüterin Byrne auch den letzten Zuger Angriff bravurös abwehrte, hatten die Wasserschloss Girls noch 20 Sekunden für ihren letzten Angriff.

Die Vorgabe war dass Zug den Ball unter keinen Umständen nochmals bekommen darf. Clever und diszipliniert spielte man die Sekunden herunter. Rakaric zog mit der letzten Sekunde aufs Tor.

Ein Pfiff. Zur Überraschung aller ein 7 Meter und ein rote Karte für den Gegner. Bürke schnappte sich den Ball und verwertete nervenstark den entscheidenden Penalty zum 29:28.