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Saisonrückblick FU16: Wunder geschehen

Maag Stefan 02.05.2017

Vor drei Jahren konnte sich die HSG Wasserschloss, dank mangelnder Anmeldungen, ohne Qualifikationsturnier fürs FU15E qualifizieren. Da begann die Geschichte welche mit einem kleinen Wunder endet (vorerst).                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Ein Grossteil der diesjährigen FU16E Mannschaft war damals schon dabei. Vielerorts wurde gemunkelt dies könne nicht klappen, da wir zu wenige leistungsorientierte Spielerinnen hätten. Die Saisonbilanz: Nur ein Sieg aus 21 Spielen und viele sehr hohe Niederlagen. Die erste Saison gab den Kritikern also einigermassen Recht. Anderseits wanderte Ende der Saison unsere Torfrau zu einem Spitzenclub ab. Da sich wieder zu wenige Mannschaften anmeldeten blieb der Elite Platz aber erhalten. Die zweite Saison lief schon etwas besser. 8 Punkte aus 20 Spielen und deutlich weniger brutale Klatschen. Auf diese Saison wurde die Liga von 10 auf 8 Mannschaften reduziert und es gab nun, neu im FU16E, genügend Meldungen, so dass wir uns als zweitletzter der letzten Saison über ein Quali-Turnier für das Elite qualifizieren mussten. Obwohl wir wieder eine Spielerin an einen Grossclub verloren, qualifizierten wir uns mit viel Kampf gerade noch für den 8. Eliteplatz. Wir wussten die Saison würde hart werden. Zur grossen Freude konnten wir diese Saison die Distanz zu den Spitzensportvereinen mindestens resultatmässig verringern. Selten kassierten wir Kanterniederlagen, meist konnten wir zweimal 20 Minuten Paroli bieten, bevor wir aufgrund mangelnder Breite des Kaders doch noch einbrachen. Auch gewannen wir einige der Kellerduelle und überraschenderweise auch ein Spiel gegen die Spitzenmannschaft aus Zug, auch wenn mit etwas Glück. So waren wir nach 21 Runden mit 9 Punkten auf dem 7. Platz. Dank dem neuen Modus waren die Plätze 5 und 6 erstaunlicherweise nach der Hauptrunde nicht vor dem Abstieg gesichert. Sie mussten im Playout gegen die Plätze 7 und 8 antreten. Unser Gegner waren die Spono Eagles. Mit zwei U-Nationalspielerinnen bei Nottwil und vielen Spielerinnen welche ihr persönliches Ziel in der SPL1 sehen , war die HSG Wasserschloss klarer Aussenseiter. Im ersten Spiel in der Aue gewann die HSG Wasserschloss, dank einer überragenden Verteidigungsleistung überraschend 17:15. Sicher profitierte die HSG auch von der Nervosität der Nottwilerinnen. Immer noch in der Aussenseiterrolle, reiste Wasserschloss nach Nottwil. Nach etwa 8 Minuten schien es den "erwarteten" Verlauf zu nehmen. 5:1 für die Eagles. Die HSG bekam zu Beginn die U-Nationalspielerin Muff nicht in den Griff. Feine Korrekturen in der Verteidigung behoben diesen Missstand. Im Wissen nichts verlieren zu können, da die ganze Handballschweiz sowieso von einem Sieg der Eagles ausging, spielte die Wasserschloss Girls ruhig und gelassen ihre Angriffsauslösungen und drehten das Spiel, auch danke einer gut haltenden Lilly Bryne, zu einem 8:5 Vorsprung. Von da an kontrollierten die HSG das Spiel bis zu Beginn der 2 Halbzeit. Nach dem 10:14 aus Sicht der Eagles entschied sich der gegnerische Trainer auf eine enge Deckung gegen Antonia Rakaric. Dies bereitet Wasserschloss einige Mühe, vor allem da man zeitgleich zwei dumme Strafen kassierte. Die Eagles konnten bis auf 13:14 verkürzen. Nun sprangen aber alle anderen Spielerinnen ein und schossen Tor um Tor oder erkämpften sich einen Siebenmeter. So musste man den Eagles zwar maximal das Unentschieden zugestehen, geriet aber nie mehr in Rückstand. Der 20:19 Sieg der HSG Wasserschloss war am Schluss verdient.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Somit beenden wir die Saison als 6. beste Mannschaft der Schweiz. Ein Wunder? Nein schlussendlich eine tolle Teamleistung. Spielerinnen die sich für drei Jahre harte Arbeit belohnten, junge Frauen die im wichtigsten Moment der Saison mental bereit waren alles zu geben und das notwendige Glück auf ihre Seite zu zwingen. Gratulation und meinen höchsten Respekt!

Nicht vergessen in einem Saisonrückblick darf man, dass wir im FU16 nicht nur das Elite haben sondern auch das Regio. In den vielen gemeinsamen Trainings haben die beiden Teams voneinander profitiert. Sei es, dass regionale Spielerinnen im Elite gespielt haben, weil wir sonst zuwenige gewesen wären, oder dass die neuen Spielerinnen vom höheren Niveau der erfahrenen Spielerinnen profitieren konnten. Das Regio Team entwickelte sich erfreulich. Es gab zwar Spielerinnen die sich anderen Hobbys als Handball zuwandten, aber wir fanden auch neue Handballerinnen.  Und von einem häufigen Verliererteam mauserte sich die zweite FU16 Mannschaft zu einer tollen Mannschaft die neben Niederlagen auch mal mit einem 40:10 Sieg brilliert. Und so stehen sie 1 Spiel vor Saisonende auf Platz 3 ihrer Regiogruppe. Als abtretender Trainer bedanke ich mich bei all "meinen Mädels" für die tollen Stunden, in und neben der Handballhalle und freue mich noch auf einen lustigen gemeinsamen Abschiedsvent.